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Notgroschen aufbauen: Wie viel brauchst du wirklich?

Team Nummia 28. März 2026
SparenSicherheitFinanzplanung
Notgroschen aufbauen: Wie viel brauchst du wirklich?

Drei Monatsgehälter, sechs oder mehr? Wir erklären, wie du deinen Notgroschen realistisch berechnest und wo du ihn am besten parkst.

Ein Notgroschen ist die wichtigste finanzielle Reserve, die du haben kannst. Er sorgt dafür, dass du bei einer kaputten Waschmaschine, einer Autoreparatur oder einer plötzlichen Jobsuche nicht in Schulden rutschst. Aber wie viel ist genug – und wo solltest du ihn aufbewahren?

Was ist überhaupt ein Notgroschen?

Der Notgroschen ist Geld, das ausschließlich für echte Notfälle reserviert ist. Kein neuer Fernseher, kein Wochenendtrip – nur unvorhergesehene, wirklich nötige Ausgaben:

  • Reparaturen an Wohnung, Auto oder wichtigen Haushaltsgeräten
  • Arzt- oder Tierarztrechnungen
  • Überbrückung bei Jobverlust oder Krankschreibung
  • Notwendige Reisen (z. B. bei familiären Notfällen)

Wie hoch sollte der Notgroschen sein?

Die klassische Faustregel lautet 3 bis 6 Monatsausgaben. Das genaue Ziel hängt von deiner Lebenssituation ab:

3 Monatsausgaben reichen, wenn:

  • Du angestellt und unbefristet beschäftigt bist
  • Dein Partner mitverdient
  • Du keine Kinder oder anderen Unterhaltspflichten hast
  • Du in Miete wohnst (keine Reparaturen, die du selbst tragen musst)

6 Monatsausgaben oder mehr, wenn:

  • Du selbstständig bist oder befristet arbeitest
  • Du Hauseigentümer bist (größere Reparaturen)
  • Du Alleinverdiener in der Familie bist
  • Deine Branche krisenanfällig ist

Beispielrechnung: Bei monatlichen Fixkosten von 1.500 € entspricht ein 3-Monats-Notgroschen 4.500 €, ein 6-Monats-Notgroschen 9.000 €.

Wo den Notgroschen parken?

Der Notgroschen muss sofort verfügbar sein – nicht in Aktien oder ETFs.

  • Tagesgeldkonto – Standardlösung. Aktuell oft 2–3 % Zinsen, jederzeit abrufbar.
  • Separates Girokonto – Wenn du dich beim Tagesgeld nicht entscheiden willst. Verzichtet aber auf Zinsen.
  • Geldmarktfonds – Etwas höhere Rendite, leichte Schwankungen möglich. Nur für den Teil, den du wirklich nicht sofort brauchst.

Nicht geeignet: Aktien, ETFs, Kryptowährungen, Festgeld mit langer Laufzeit. Wenn der Markt fällt, willst du nicht gezwungen sein, mit Verlust zu verkaufen.

Wie baust du den Notgroschen auf?

  1. Ziel festlegen – Berechne deinen Bedarf realistisch
  2. Dauerauftrag einrichten – Jeden Monat einen festen Betrag aufs Tagesgeldkonto
  3. Sondertilgung nutzen – Bonus, Steuerrückzahlung, Geldgeschenke direkt einzahlen
  4. In nummia tracken – Setze dir ein Sparziel und sieh den Fortschritt

Häufige Fehler

  • Zu schnell ausgeben: Definiere klar, was als "Notfall" zählt
  • Auf einem Konto mit dem Alltagsgeld: Trenne das Konto, sonst rutscht das Geld in den normalen Konsum
  • Nie wieder auffüllen: Nach einer Entnahme das Auffüllen genauso planen wie den Aufbau

Fazit

Ein Notgroschen ist die Grundlage jeder Finanzplanung. Lieber klein anfangen – 50 € im Monat sind besser als nichts. Mit der Zeit wächst die Reserve und gibt dir das beste Gefühl, das Geld bringen kann: Ruhe.